Aus den Medien

Physiotherapeuten Lohn: Richter Entscheiden (?)
Der Bund November 2013

Die Kantone wollen den Physiotherapeuten zu höheren Tarifen verhelfen. Doch die Versicherer blockieren die Erhöhung des Lohnes vor Gericht.
——————————————————————————–

Manuelle Medizin 2013 · [jvn]:[afp]–[alp] DOI 10.1007/s00337-013-1066-0
© Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2013
H. Luomajoki
Muskuloskeletale Beschwerden als größte Kostenverursacher. Immenses Sparpotenzial durch Physiotherapie

Zusammenfassung
Hintergrund. Beschwerden des Bewegungsapparats, die selten lebensgefährlich sind, stellen die größten Kostenverursacher unseres Gesundheitssystems dar. Die häufigsten Behandlungsoptionen bei Beschwerden von Rücken, Schulter und Knie sind operatives Vorgehen oder Physiotherapie.Methode. In diesem Übersichtsartikel wurden Studien untersucht, in denen bei den häufigsten Diagnosen Rücken-, Schulter- und Kniebeschwerden die Effektivität von Operationen mit der physiotherapeutischen Vorgehens verglichen wurden.Resultate. Die große Mehrzahl der Studien zeigte keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Vorgehensweisen.Schlussfolgerungen. Bei Beschwerden des Bewegungsapparats waren in den meisten Fällen keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen operativen und physiotherapeutischen Maßnahmen festzustellen. Allerdings ist Physiotherapie sehr viel kostengünstiger.
——————————————————————————————

WARTEN, WENN DER RÜCKEN SCHMERZT
DER LANDBOTE, MONTAG, 19. AUGUST 2013

Rückenschmerzen treffen viele. In den meisten Fällen sei die Ursache dafür undefinierbar, sagt Physiotherapie-Professor Hannu Luomajoki. Ausnahmen seien Schmerzen nach einem Unfall, wegen eines Tumors oder einer Missbildung zum Beispiel der Wirbelsäule. Die letzten beiden Fälle seien äusserst selten. Er rät deshalb bei Rückenschmerzen, die nicht wegen eines Unfalls auftreten, erst zu warten, bevor der Arzt besucht wird. «Rückenschmerzen sind wie Schnupfen », sagt er. Sie treten schnell auf und verschwinden oft von selbst wieder. Deshalb könne man ein, zwei Wochen mit dem Arztbesuch warten. Während dieser Zeit solle man sich häufig bewegen und sich nicht schonen. Sonst versteife alles. Dasselbe gelte meist auch für Schmerzen an Knien und Schultern. (meg)